Selbsthilfegruppen

Selbsthilfegruppen stellen einen wichtigen Anlaufpunkt für Eltern von Kindern dar, bei denen das Down Syndrom diagnostiziert wurde. Sind sie zuerst einmal geschockt nach der Mitteilung, dass sie ein Down-Kind zur Welt gebracht haben, so können sie durch solche Selbsthilfegruppen in dem Sinne an die Hand genommen werden. Hier treffen sich Betroffene, Eltern mit ihren Kindern, aber auch deren Großeltern oder Bekannte, die mit der Betreuung des Kindes betraut sind oder die helfen möchten.

Es gibt zudem nicht nur Elterngruppen, die Expertengespräche organisieren und Betroffenen die Möglichkeit geben, Fragen zu stellen und Hilfe zu bekommen, sondern auch Einrichtungen der "Lebenshilfe". Diese ist in den meisten großen Städten vertreten und ist eine Bundesvereinigung, die sich zum Ziel gesetzt hat, Menschen mit geistiger Behinderung zu unterstützen. Kinder werden darüber von der Wiege an begleitet, es gibt Tipps zu Fördermöglichkeiten und es ist eine Zusammenarbeit mit Kindergärten und Diensten, die Familien entlasten sollen, eingerichtet worden.

Hier werden zudem Adressen verteilt, die erfahrene Ärzte, Sonderpädagogen und Krankengymnasten umfasst. Selbsthilfegruppen treffen sich in der Regel ein oder zweimal pro Woche, schon Eltern mit Babys können daran teilnehmen. Sie können hier lernen, wie mit der Erkrankung im Alltag umzugehen ist, wie sie ihr Kind fördern können und was am Ende sogar möglich ist. Sie lernen einfach, den Alltag mit dem behinderten Kind zu meistern.

Auch den Kindern bringen diese Selbsthilfegruppen viel. Sie treffen andere Kinder, die das gleiche haben, wie sie selbst und finden Gelegenheit zu spielen und sich mit ihnen auszutauschen. Gesunde Kinder schließen Down-Kinder häufig aus, zumindest ab einem bestimmten Alter. Wer sich mit seinen Nachbarn gut versteht, sollte auch diese zu einem Treffen der Selbsthilfegruppe mitbringen, wenn sie interessiert sind. Denn es ist wichtig, dass sich Betroffene gut in das soziale Netz einfügen, das macht den Alltag um einiges leichter und erhöht das Verständnis bei Nachbarn, Freunden und Bekannten.



Ein besonderes Dankschön geht an die Textredaktion von America Andina, Agentur für Südamerika Reisen und nachhaltigen Tourismus aus Münster, für ihre kompetente und geduldige Unterstützung bei diesem Projekt.